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Walter Holten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Walter Holten (* 5. März 1897 in Ingolstadt; † 23. Juni 1972 in Planegg, eigentlich Walter Siegfried Karl Regnet) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

Leben

Walter Holten kam 1897 als Sohn eines Offiziers in Ingolstadt zur Welt. Ab 1922 trat er regelmäßig als Darsteller auf den Theaterbühnen Münchens auf, wo er vor allem in großen Charakterrollen zu sehen war. Für Carl Boeses Roman einer Nacht stand er 1933 erstmals vor der Filmkamera. Es folgten zahlreiche Nebenrollen in Filmen wie Fahrendes Volk (1938) an der Seite von Hans Albers und Quax, der Bruchpilot (1941) mit Heinz Rühmann. Holten war zeitweilig Mitglied des Bayerischen Staatstheaters und gehörte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum Ensemble des Münchner Volkstheaters. 1944 stand er in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.[1]

Nebenbei gab er Schauspielunterricht und betätigte sich auch beim Hörfunk, wofür er die Goldene Rundfunkplakette erhielt. Bereits in den 1930er Jahren war er auch als Synchronsprecher tätig. So hatte er 1935 Douglas Fairbanks in Das Privatleben des Don Juan und Leslie Howard in Die scharlachrote Blume seine Stimme geliehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg synchronisierte er unter anderem Donald Crisp (Arzt und Dämon, Schlagende Wetter), Bing Crosby (Die Glocken von St. Marien), Montagu Love (Robin Hood, König der Vagabunden, Im Zeichen des Zorro) und Erich von Stroheim (Alibi, Boulevard der Dämmerung).

In den 1950er Jahren war er erneut in einer Reihe von Filmen zu sehen, darunter Solange Du da bist (1953) und Sauerbruch – Das war mein Leben (1954). Von 1969 bis 1971 trat er auch mehrfach im Fernsehspiel Königlich Bayerisches Amtsgericht auf. Er starb 1972 im Alter von 75 Jahren in einer Klinik im bayerischen Planegg und wurde auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München beigesetzt.[2] Die Grabstätte ist inzwischen aufgelöst.

Filmografie

Literatur

  • Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.) et al.: Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Band 81, F. A. Günther & Sohn A.-G., 1973, S. 108.
  • Thomas Bräutigam: Stars und ihre deutschen Stimmen: Lexikon der Synchronsprecher. Marburg 2009, ISBN 978-3-89472-627-0, S. 129.

Einzelnachweise

  1. Holten, Walter. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten: Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 307.
  2. Friedhof am Perlacher Forst auf bestattung-information.de
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Walter Holten
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